Neue Erkenntnis zu Einsendearbeiten

Das Bearbeiten der Einsendearbeiten habe ich ja bereits hinter mir, aber eine Frage hat mich verwirrt. Schließlich war ich lange Zeit der Annahme, dass man die Einsendearbeiten jedes Kurses (eines Moduls) zu mindestens 50% bestanden haben muss, um zur Modulprüfung zugelassen zu werden.

Nach meiner (alten) Theorie hätte es also nicht gereicht, die Einsendearbeit eines Kurses zu 100% und die des anderen Kurses zu 0% zu bestehen. Schließlich steht auf dem Deckblatt der Einsendearbeiten ja auch:

„Zur Erlangung der Teilnahmeberechtigung an der Abschlussklausur müssen Sie mindestens die Hälfte der vorgesehenen Einsendearbeiten fristgerecht und erfolgreich bearbeitet haben.“

Und da das nun mal auf jedem Deckblatt der PDF-Aufgabenhefte mit den Einsendearbeiten steht, kann man schon darauf schließen, dass diese EA auch zur Hälfte erfolgreich bearbeitet werden muss.

Falsch gedacht.

Asta war ja bereits so nett und hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass man immer

„nur die Hälfte aller EAs zu mind. 50% schaffen [muss]. Also bei 2 EAs nur eine und bei 4 EAs halt 2.“

Das hat mich total verwirrt, da mir das etwas wenig vorkam. Aber es tatsächlich so. Ich habe mir das nochmal offiziell von der Fernuni bestätigen lassen und die Antwort lautete:

„wenn in einem Modul zwei Einsendearbeiten angeboten werden reicht es aus, wenn eine von den beiden bestanden wird. Sie müssen dabei nicht mal beide Einsendearbeiten einschicken.

Eine Einsendearbeit gilt als bestanden, wenn mindestens die Hälfte der maximal erreichbaren Punkte erlangt wurde.“

Das ist doch mal eine gute Nachricht. Das heißt es ist gar nicht weiter wild, wenn man noch nicht bei einem Kurs angekommen ist und die Einsendearbeit nicht bearbeiten kann oder keine Zeit dafür hat. Als Beispiel hätte es im Modul „Einführung in die Wirtschaftswissenschaft“ ausgereicht, wenn ich nur die Hälfte der Einsendearbeiten für den Kurs „Einführung in die Volkswirtschaftslehre“ bestanden hätte. Die Einsendearbeit zu EBWL hätte ich demnach gar nicht erst machen müssen.

Dennoch weiß ich ja auch eigener Erfahrung, dass es auch möglich ist, die Einsendearbeiten von Kursen zu bestehen, die man noch gar nicht bearbeiten hat (dank Foren, Chats etc.).

Aber es ist auch logisch: Schließlich sind wahrscheinlich nur die wenigsten Fernstudenten pünktlich zum Abgabetermin der Einsendearbeiten mit den gesamten Studienheften fertig. Insofern gilt diese 50%-Regel bei den EA eigentlich nur dazu, dass man zwischen Kursbeginn und Prüfung einen gewissen Wissensstand erreicht hat, um die Prüfung theoretisch bestehen zu können. Ansonsten würde das ja auch die Durchfallquote bei den Prüfungen deutlich in die Höhe ziehen.

Wobei das Bestehen der Einsendearbeiten (angesichts der vielen Bearbeitungs- und Lösungshilfen) nicht automatisch auch das Bestehen der Prüfung bedeuten muss.

Mit hat es trotzdem geholfen, auch die Einsendearbeiten für EBWL zu bearbeiten, obwohl ich mit dem Lernstoff noch nicht angefangen habe, da man dadurch einen kleinen Eindruck bekommt, was auf einen zukommt. Zurzeit halte ich mich noch mit dem letzten Heft zu EVWL auf, hoffe aber, dass ich morgen damit fertig bin (ist nur Bla-Text ohne Formeln… ;)).

Anfang Februar will, oder besser gesagt muss ich dann mit meinem Turbo-BWL-Plan starten, um Anfang März auch mit dem Lernstoff für EBWL fertig zu sein. Das wird ein harter Brocken, aber irgendwie werde ich das (hoffentlich) schon schaffen. Mein Ziel ist ein Heft pro Woche. Bei vier Heften und vier Wochen ergibt sich die Timeline von selbst.

Ich bin echt froh, mit VWL so gut wie durch zu sein. Hat man erstmal alle Studienhefte eines Kurses durchgelesen und bearbeitet, hat man auch nicht mehr das Gefühl, dass es so viel ist. Na klar ist der Lernstoff umfangreich und auch nicht gerade einfach, aber irgendwann „schließt sich der Kreis“. Dann geht es ans Wiederholen, Üben und Einprägen des Gelernten.

Mittlerweile bin ich auch der Meinung, dass man (falls man in Zeitnot gerät), lieber mehr Übungsaufgaben und alte Klausuren durchrechnen und üben sollte, anstatt die Lernhefte erneut durchzukauen. Denn das „Durchkauen“ der Inhalte erfordert den meisten Zeitaufwand, den man ggf. kurz vor der Prüfung nicht mehr leisten kann.

Klausuren zum A-Modul 31001 findet man u.a. unter www.fernuni-hagen.de/hering/ (unter „Lehre“ > „Klausuren“ > „A-Modul“). Da findet man die Klausuren zum Kurs EBWL, aber leider ohne Lösungen (super…). Klausuren zum Kurs EVWL findet man unter www.fernuni-hagen.de/ls_wagner/lehre/klausuren.shtml. Die sind glücklicherweise auch mit Lösungen vorhanden!

Auf die Links bin ich gekommen, indem ich einfach auf der Fernuni-Seite zur Fakultät Wirtschaftswissenschaften und dann auf Lehrstühle gegangen bin. Dort wird in die Bereiche BWL und VWL unterteilt und man kann einfach schauen, von welchem Prof das Modul geleitet wird. Im Falle des Moduls „Einführung in die Wirtschaftswissenschaft“ sind es Univ.-Prof. Dr. Thomas Hering (für den Kurs EBWL) und Univ.-Prof. Dr. Helmut Wagner (für den Kurs EVWL).

Über den Link zum jeweiligen Fachgebiet gelangt man dann zum Lehrstuhl und findet dort auch Übungsklausuren inkl. Lösungen (falls vorhanden).

Die werde ich mir definitiv noch anschauen, aber erst, wenn ich mit den Studienheften durch bin! Die haben im Moment Prio Nr. 1. Ich werde trotzdem versuchen, mich nicht länger als nötig damit aufzuhalten, um noch genug Zeit zum üben zu halten. Also: Toi Toi Toi… 😉


Über den Autor

Alicia
Hier schreibt Alicia (Google+), 32 aus dem schönen Hamburg. Im WS 2010/11 habe ich mein WiWi-Fernstudium an der Fernuni-Hagen begonnen - Und bereits nach 18 Monaten erfolgreich abgebrochen. Die Gründe: Eine voreilige Entscheidung, berufliche Veränderungen und die Einsicht, dass nicht jeder der geborene Fernstudent ist. In meinem Blog berichte ich über persönliche Erfahrungen, Eindrücke, Probleme und Fragen aus meiner Fernstudienzeit, sowie allgemeine Informationen und News rund um das Thema Fernstudium und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Mein Ziel ist es, Studieninteressierte bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, damit das Projekt Fernstudium auch ein nachhaltiger Erfolg wird.

3 Kommentare zu "Neue Erkenntnis zu Einsendearbeiten"

  1. Also ich sehe die EA`s mehr als Lernkontrolle des Stoffes.

    Was man noch Wissen sollte ist, dass man nicht in „Panik verfallen sollte“ wegen den Abgabetermin, 2-5 Tage kann man schon überziehen (Denke da liegt die Grenze).
    Grund ist halt, dass an der FernUni der Arbeitsanfall der sich aus der Prüfung des „Datums des Poststempel“ bei der Masse an EA`s die eingehen, kaum bewältigbar ist!
    Wenn bei ca. 79000 Studenten nur jeder Zweite eine EA einsendet, dann sind ca. 40000 Sendungen auf das „Datum des Poststempels“ zu prüfen.
    Rechnet man 10 Prüfungen pro Mann-Stunde, ergibt das ca 4000 Mann-Stunden. Damit wären 100 Leute eine Woche nur mit der Prüfung des „Datums des Poststempels“ beschäftigt!
    Dazu kommen noch die Irrläufer, die halt Irgendwo gelandet sind. Da müßte man auch noch das Briefkuvert separat prüfen!

    (nebenbei Bemerkt:
    Das Gewicht der Briefsendung ( a 100g) alleine würde darüber hinaus ca. 4 Tonnen betragen!)

    Aber!
    Was so nicht immer bekannt ist, man muß die bestandenen EA`s beim beantragen der Abschlußurkunde dem Prüfungsamt vorlegen!!!!!
    (War bei mir der Fall, als ich z.B. das Zeugnis des Vordiploms beantragte)
    Also alle bestandenen EA`s brav aufheben!!!!!!!!

  2. Hallo Wolfgang,

    gut zu wissen mit dem Einsendetermin ;). Ist ja irgendwie auch logisch…

    Dass man die ganzen EA´s aufheben muss, war mir soauch noch nicht bekannt. Ich werde sie also schön die Schublade tun und aufbewahren.

    Danke für den Tipp!

    Viele Grüße,

    Alicia

  3. Gibt halt an der FernUni Hagen vieles, dass nicht so offen in den Prüfungsordnungen ersichtlich ist, sondern oft nur Bekanntmachungen sind die einmal publik gemacht wurden (meist schon Jahre her!).

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