Fernuni Hagen: Studieren im Ausland

Die Fernuni Hagen ist zwar die größte deutsche Fernuniversität, doch sie bietet auch die Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes, “grenzenlos” zu studieren. Egal, ob man nun dauerhaft im Ausland lebt und an der Fernuni studiert oder während des Studiums in Deutschland mal ein Auslandssemester einlegen möchte – die Fernuni Hagen ist gewappnet ;)! Immerhin studieren von den 74.000 Studenten der Fernuni insgesamt über 5.600 Fernstudenten im Ausland und davon fast 5.000 in Europa.

Ich habe mich schon gefragt, wie das so mit dem Studieren aus dem Ausland läuft, z.B. was den Versand der Studienunterlagen, die Überweisung der Semestergebühren und vor allem den Prüfungen angeht. Ich habe mich vor ein paar Tagen auch das Video von den beiden New Yorker Fernstudenten Patricia und Jonathan angesehen und da kommen schon einige Fragen auf. Gibt es Ansprechpartner vor Ort, an die man sich bei Fragen und Problem wenden kann und muss man zu den Präsenzphasen wieder nach Deutschland reisen? Fragen über Fragen, von denen die wichtigsten in diesem Artikel angesprochen werden sollen.

Im Ausland an der Fernuni Hagen studieren

Die Studienform Fernstudium ist natürlich eine äußerst flexible Form des Studiums, da man sowohl zeitlich, als auch örtlich ungebunden ist. Zwar gibt es hier und da einige Präsenzphasen, aber ansonsten hat man wirklich seine Ruhe ;). Man muss weder zu bestimmten Zeiten in irgendwelchen Hörsälen erscheinen, noch sich an strenge Terminfristen halten. Lange Anfahrtswege zum Studienort und der Zeit- und Termindruck, dem “normale” Studenten ausgesetzt sind, entfallen beim Fernstudieren an der Fernuni.

Daher ist ein Fernstudium an der Fernuni Hagen auch für Studierende im Ausland interessant. Hat man seine Fachhochschulreife oder sein Abi ebenfalls im Ausland erlangt, kann man sich auch mit den ausländischen Zeugnissen an der Fernuni einschreiben lassen. Die Bewerbung für das Fernstudium erfolgt, wie für Bewerber in Deutschland auch, direkt über den Zulassungsantrag der Fernuni Hagen.

Bewerber aus dem Ausland müssen bei der Einschreibung ihre ausländischen Zeugnisse vorlegen. Diese Zeugnisse müssen der geforderten deutschen Studienberechtigung entsprechen. Wenn man sich nicht sicher ist, ob die ausländischen Zeugnisse für eine Studienaufnahme an der Fernuni ausreichen, kann man die Zeugnisse außerhalb der Einschreibfristen dem Studiensekretariat zur Prüfung vorlegen. Dies ist auch per Email an zulassung.ausland@fernuni-hagen.de möglich. Für diese Vorprüfung reichen auch einfache Kopien (ohne Beglaubigung).

Jedoch müssen beim Eintrag auf Einschreibung für einen bestimmten Studiengang alle Zeugnisse auch in beglaubigter Form vorliegen. Da alle Fernstudiengänge an der Fernuni deutschsprachig sind, ist auch ein anerkannter Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse erforderlich. Dies gilt jedoch nur für Bewerber, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben.

Folgende Sprachnachweise werden an der Fernuni Hagen anerkannt:

TestDaF (Test Deutsch als Fremdsprache)
Der TestDaF ist eine internationale Sprachprüfung für alle, die bereits über gute Deutschkenntnisse verfügen und diese überprüfen möchten. An der Fernuni Hagen reicht die Niveaustufe 3 in allen 4 Teilbereichen für die Zulassung. Der TestDaF wird in insgesamt 90 Ländern an offiziell zugelassenen Testzentren angeboten, sodass Studienbewerber im Ausland diesen auch in ihrem Heimatland ablegen können.

DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber)
Zur Zulassung an der Fernuni Hagen ist muss die DSH-Prüfung mindestens in der Niveaustufe 1 bestanden werden. Die DSH-Prüfung wird deutschlandweit zu mehreren Terminen angeboten. Zur Vorbereitung auf die DSH-Prüfung wird am Goethe-Institut Mannheim-Heidelberg, welches auf  studienvorbereitende Kurse spezialisiert ist, ein “Intensiv 8-Kurs” angeboten. Zielgruppen sind sowohl Anfänger, denen innerhalb von 8-10 Monaten der systematische Aufbau der deutschen Sprache vermittelt wird, als auch Fortgeschrittene (B2-C1), die sich in einem etwas 8-wöchigen Kurs auf die DSH-Prüfung vorbereiten.

Feststellungsprüfung im Prüfungsteil „Deutsch“ an Studienkollegs
Auch eine bestandene Feststellungsprüfung in Deutsch, die an einem Studienkolleg absolviert wurde, ermächtigt zur Studienaufnahme an der Fernuni Hagen.

ZOP (Zentrale Oberstufenprüfung)
Mit der Zentrale Oberstufenprüfung (ZOP), die am Goethe-Institut durchgeführt wird, erwirbt man das Goethe-Zertifikat C2, welches der sechsten und höchsten Stufe auf der sechsstufigen Kompetenzskala des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen entspricht.

KDS (Kleine Deutsche Sprachdiplom)
Auch das Kleine Deutsche Sprachdiplom (KDS) am Goethe Institut entspricht der sechsten und höchsten Stufe (C2) und setzt ein sehr weit fortgeschrittenes, hohes Sprachniveau voraus. Die KDS-Prüfung ist im Vergleich zur Zentralen Oberstufenprüfung (ZOP) stärker literaturorientiert.

GDS (Großes Deutsche Sprachdiplom)
Mit dem großen Deutschen Sprachdiplom erwirbt man zwar ebenfalls einen Nachweis über die sechste und höchste Stufe (C2) der Kompetenzskala, jedoch stellt das GDS höhere Anforderungen an die sprachlichen Kompetenzen, als alle anderen Prüfungen des Goethe-Instituts. Es weist ausgezeichnete deutsche Standardsprache auf höchstem sprachlichem Niveau nach.

DSD II (Deutsches Sprachdiplom Stufe II)
Das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz Stufe II setzt bereits sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache voraus. Diese müssen an einer Schule im Ausland (an einer deutschen Schule oder einer deutschen Abteilung), in mindestens sieben aufeinanderfolgenden Klassen erworben worden sein. Die DSD II Prüfung wird von Schulen im Ausland durchgeführt und gilt in Deutschland als Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse für die Aufnahme eines Hochschulstudiums (z.B. an der Fernuni Hagen).

Bewerbung aus dem Ausland

Möchte man sich aus dem Ausland für ein Fernstudium an der Fernuni bewerben muss neben den beglaubigten Zeugniskopien in Originalsprache auch eine Übersetzung der Zeugnisse in die deutsche Sprache eingereicht werden. Diese ist jedoch nicht erforderlich, wenn es sich um englischsprachige Zeugnisse handelt.

Zudem müssen auch ein kurzer tabellarischer Lebenslauf, sowie eine Kopie des Sprachzeugnisses eingereicht werden. Bei Namensänderungen ist auch die Kopie eines ensprechenden Nachweisen einzureichen (Personalausweis, Heiratsurkunde).

Versand des Studienmaterials ins Ausland

Der Wissenstranfer während eines Fernstudium erfolgt zum Großteil über die Studienhefte. Dass diese Pakete (auch im Teilzeitstudium) nicht gerade leicht sind, zeigt mein erstes Studienpaket in Bildern. Der Versand des Studienmaterials ins Ausland gestaltet sich eigentlich ganz normal, es wird dann (je nachdem, wo man lebt) nur einen längeren Weg absolvieren ;). Die Studienunterlagen werden rechtzeitig zum vorgesehenen Bearbeitungsbeginn verschickt. Ich habe damals alle Studienunterlagen in einem Rutsch bekommen, bei einige Kursen werden sie jedoch auch im 14-Tage-Rhythmus verschickt. Die meisten Unterlagen erhält man jedoch zu Semesterbeginn.

Als ich damals meine ersten Unterlagen freudig erwartete, kam mir die Wartezeit etwas lange vor und auch der Bearbeitungsbeginn stand schon kurz vor der Tür. Ich habe damals bei der Fernuni angerufen und die sagten mir, sie hätten die Unterlagen schon längst verschickt. Daraufhin habe ich bei der Post angerufen und mein Paket lag tatsächlich seit einer Woche dort! Nur weil der DHL-Typ vergessen hat, mir einen Zettel in den Briefkasten zu schmeißen. Aber ich war damals nicht die Einzige, der das passiert ist. Da hätte ich ja langer warten können… ;). Aber letztendlich gab es doch noch ein Happy End und  bin mit meinem 5-Kilo-Paket nach Hause gefahren.

Aber die Studienunterlagen kommen i.d.R. definitiv pünktlich zum Bearbeitungsbeginn an. Bei Erhalt sollte man auch noch den beiliegenden Lieferschein mit den erhaltenen Heften, CDs etc. prüfen und vergleichen, ob auch wirklich alles angekommen ist. Und sollte man bis zum Ablauf von 3 Tagen vor Bearbeitungsbeginn noch keine Unterlagen erhalten haben, sollte man sich umgehend an die Reklamationsstelle wenden.

Auch Fernstudenten, die im Ausland leben erhalten ihre Unterlagenpakete grundsätzlich pünktlich. In Einzelfällen kann es jedoch zu Problemen bei der Zustellung kommen. In solchen Fällen sollte man sich direkt an die Reklamationsstelle wenden und sich dort über Zustellalternativen im Ausland informieren.

Studiengebühren aus dem Ausland überweisen

Wenn der Versand der Studienunterlagen bei größerer Distanz funktioniert, sollte das Überweisen von Studiengebühren aus dem Ausland erst recht kein Problem sein ;). Der elektronische Zahlungsverkehr überwindet (fast) alle Distanzen. Jedoch ist ein Einzug der Studiengebühren nur dann möglich, wenn man über ein Konto in Deutschland verfügt. Hat man ein Konto in Deutschland, kann man seine Bankverbindung im Zulassungsantrag angeben und die Fernuni zieht die Gebühren ein.

Hat man kein deutsches Bankkonto, kann kein Lastschrifteinzug erfolgen. In diesem Fall muss man die Studiengebühren innerhalb von drei Wochen auf das Konto der Fernuni überweisen.

Prüfungen im Ausland ablegen

Fernstudenten der Fernuni, die im Ausland leben, müssen nicht zu jeder Prüfung zurück nach Deutschland reisen, sondern haben die Möglichkeit, die Prüfung in ihrem Land abzulegen. Bei den Klausurorten gibt es jedoch noch eine Unterscheidung in Fernstudenten, die im nicht anrainenden Ausland und Fernstudenten, die in Anrainerstaaten leben.

Studierende der Fernuni Hagen, die im nicht anrainenden Ausland leben können die Prüfung in einer der folgenden Einrichtungen ablegen (natürlich unter Aufsicht ;)):

Goethe-Institut
Für die Abnahme von Klausuren an Goethe-Instituten wird  eine Gebühr von 70,00 € pro Klausuraufsicht erhoben.

Deutsche Schule
Studiert man in Ländern, in denen sich kein Goethe-Institut, aber eine von der Bundesregierung geförderte deutsche Schule befindet, kann man die Prüfungen auch an dieser Schule ablegen. Auch hier fällt ggf. eine Gebühr für die Klausuraufsicht an, die mit der Schule vor der Anmeldung zur Klausur zu klären und auch vor Ort zu entrichten ist.

Deutsche Botschaft oder konsularische Vertretungen
Befindet sich im Heimatland weder ein Goethe-Institut, noch eine geförderte Schule, kann die Prüfung Beaufsichtigung der Prüfung durch eine diplomatische oder konsularische Vertretung der BRD erfolgen. Auch hier fällt für die Klausuraufsicht eine Gebühr von 70,00 € an, die vor Ort zu entrichten ist.

Studienzentren im Ausland
In Einzelfällen und nach vorheriger Absprache mit dem zuständigen Prüfungsamt und dem Studienzentrum können schriftliche und mündliche Prüfungen auch in Studienzentren im Ausland abgelegt werden.

Studenten der Fernuni, die in Anrainerstaaten wohnhaft sind (Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Österreich, der Tschechischen Republik und Polen) stehen nicht ganz so viele Klausurorte zur Wahl. Sie können die Prüfungen entweder in Deutschland oder an den ausländischen Studienzentren ablegen. Diese Regelungen gelten übrigens auch für Fernstudenten, die vorübergehend im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind und nicht dauerhaft im Ausland leben.

Präsenzphasen im Ausland

Während des Fernstudiums an der Fernuni Hagen gibt es die ein oder andere Präsenzveranstaltung, die man besuchen kann oder muss. Zu den Pflichtveranstaltungen zählt das Seminar nach erfolgreichem Abschluss aller A-Module. Ansonsten werden in den Studienzentren diverse Veranstaltungen, z.B. zur Klausurvorbereitung angeboten.

Wie in Deutschland, werde auch an den ausländischen Studienzentren Veranstaltungen angeboten, bei denen man z.B. Kontakte knüpfen oder den Lernstoff vertiefen kann, die jedoch nicht verpflichtend sind. Die einzige Präsenzverpflichtung (für Studierende der Fakultät Wirtschaftswissenschaften), ist das Seminar. Ein Auslandsaufenthalt entbindet nicht von der Präsenzpflicht. Nur in objektiv überprüfbaren Fällen kann die Verpflichtung zum Präsenzseminar aufgehoben werden (z.B. dauerhafte Behinderung, Reiseunfähigkeit oder Haft).

Ansonsten ist lediglich für das Pflichtseminar ein Aufenthalt in Deutschland erforderlich. Insofern eignet sich das Fernstudium an der Fernuni auch super für Studenten im Ausland, da eine einzige Präsenzverpflichtung im Vergleich zu vielen anderen Anbieter sehr wenig ist!

Auslandssemester an der Fernuni Hagen einlegen

Überlegt man, während des Fernstudiums an der Fernuni Hagen ein Auslandssemester einzulegen, hat man die Möglichkeit, einen Teil des Fernstudiums im Ausland zu absolvieren. Studenten der Fernuni werden hierbei von der Abteilung Internationale Angelegenheiten und Forschung der Fernuni unterstützt. Bei der Wahl des Gastlandes, sowie der Gasthochschule kann man sich an den Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) wenden. Dort erhält man Infos zu Hochschulen im Ausland, dem Studiensystem, Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis, Lebenshaltungskosten, Unterkunft, Informationsstellen und Fördermöglichkeiten.

Jedoch gestaltet sich die Sache mit dem Auslandssemester nicht ganz so einfach, da viele Unis im Ausland bestimmte Voraussetzungen an ausländische Studierende haben, die vorher auf jeden Fall zu klären sind.

Zu den typischen Fragen, die bei Gedanken an ein Auslandssemester auftreten gehört:

  • Welche Uni muss ich zuerst Fragen, die im Ausland oder die Fernuni?
  • Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
  • Erkennt die ausländische Uni die Fernuni Hagen an?
  • Muss ich für das Auslandssemester ein Urlaubssemester einlegen?
  • Soll ich an eine Präsenzuni oder eine Fernuni im Ausland gehen?
  • Werden meine Leistungen aus dem Ausland an der Fernuni Hagen anerkannt?

Da die Fernuni Hagen über keine direkten “Partneruniversitäten”, wie sie z.B. an Präsenzunis üblich sind, verfügt, ist jedes Auslandssemester eine sehr individuelle Angelegenheit. Es ist definitiv ratsam, sich zuerst mit der Fernuni Hagen in Verbindung zu setzen und dort mit dem Ansprechpartner bzgl. des geplanten Auslandsaufenthalts zu sprechen. Schließlich geht es auch darum, ob die Leistungen aus dem Ausland später angerechnet werden können.

Die Bewerbung um einen Studienplatz an einer ausländischen Hochschule, sowie Infos zu Studienmöglichkeiten, Zulassungsbedingungen und dem Bewerbungsablauf sind nicht über die Fernuni, sondern direkt über die Hochschule im Ausland zu erfragen.

Falls man innerhalb Europas an einem Studierendenaustausch über das ERASMUS-Programm teilnehmen möchte, erfolgt ist eine vorherige Kontaktaufnahme mit der Gasthochschule durch die Fernuni notwendig, da die Fernuni auch hier keine festen Kooperationen zum Studierendenaustausch mit europäischen Universitäten hat.

Grundsätzlich sollte man sich immer fragen, welches Ziel man mit einem Auslandssemester verfolgt. In der Regel macht man ein Auslandsemester, um Erfahrungen zu sammeln, Sprachkenntnisse zu verbessern, eine andere Kultur kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern. Das alles sind Dinge, die für einen Auslandaufenthalt sprechen, wenn man ihn denn an einer Präsenzuni durchführt.

Bei der Frage, ob ein Fernstudium an einer ausländischen Hochschule sinnvoll ist, scheiden sich die Geister. Denn wenn man, wie in Deutschland, von zuhause aus lernt und keinen direkten Kontakt zur ausländischen Uni und den Kommilitonen hat, gehen die oben genannten positiven Effekte zum Großteil verloren. Dann könnte man sich auch einfach fremdsprachige Literatur besorgen…

Ich persönlich würde in diesem Fall ein Auslandssemester an einer Präsenzuni vorziehen. Ob die dort erbrachten Leistungen dann in Deutschland anerkannt werden, muss direkt mit der Fernuni geklärt werden. Jedoch sollte man sich darauf vorbereiten, dass sich das Studium an der Fernuni Hagen durch den Zeitraum des Auslandssemesters verlängert und man – zurück in Deutschland – wieder da anfangen muss, wo man vorher aufgehört hat.

Aber ein Auslandssemester ist nie verschenkte Zeit, sondern eher eine Bereicherung. Und wenn man wirklich Lust und Zeit dazu hat, dann sollte man es auch machen. Wer weiß, wann die Gelegenheit wieder kommt?

Ist die Entscheidung für ein Auslandssemester geplant, handelt es sich dabei, wie bereits genannt um eine individuell Angelegenheit, die auch individuelle und sorgfältige Planung und Vorbereitung erfordert. Die Fernuni rät, für die Vorbereitungen  1-1,5 Jahre im voraus zu beginnen. Denn die Informationsphase und Bewerbung an der ausländischen Uni, sowie die eventuelle Bewerbung um ein Stipendium erfordern viel Zeit.

Denn die Finanzierung des Auslandsstudiums ist häufig die größte Schwierigkeit. Denn an vielen ausländischen Unis sind die Einschreibungskosten, Studiengebühren und Lebenshaltskosten für Miete und nahrungsmittel deutlich teurer, als in Deutschland. Wie finanziert man also einen Auslandsaufenthalt, wenn nicht aus eigener Tasche? Bei einem Auslandsstudium innerhalb Europas werden im Rahmen des EU-Förderprogramm LLP-ERASMUS, an dem die Fernuni ebenfalls teilnimmt, jährlich mehrere Stipendien für einen Auslandsaufenthalt im europäischen Ausland vergeben.

Plant man einen Auslandsaufenthalt hat man die Möglichkeit, Stipendien beim Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) zu beantragen. In der Stipendiendatenbank des DAAD kann man gezielt nach dem passenden Stipendium suchen. Auf der Website des DAAD findet man auch Infos zu anderen Stipendiengebern.

Neben der Frage nach der Finanzierung kann auch der Nachweis guter Sprachkenntnisse für das Studium im Ausland zeitintensiv sein. Denn die meisten Hochschulen im Ausland fordern bereits bei der Bewerbung um einen Studienplatz den Nachweis guter Sprachkenntnisse der Sprache des Gastlandes, bzw. der Unterrichtssprache. Hierzu muss i.d.R. einer der üblichen Sprachtests (IELTS in GB und TOEFL in Australien, Neuseeland und den USA) vorgelegt werden. Welche Sprachkenntnisse konkret für die Zulassung gefordert sind, erfährt man direkt bei der jeweiligen Gasthochschule.

Fazit

Die Fernuni Hagen macht es Fernstudenten aus dem Ausland äußerst leicht, ihr Fernstudium zu organisieren. Dies liegt nicht allein an der flexiblen Form des Fernlernens, sondern auch an den flexiblen Möglichkeiten zur Prüfungsablegung und den wenigen Präsenzphasen. Während des Wiwi-Fernstudiums muss nur ein einziges Seminar in Deutschland besucht werden, alle anderen (freiwilligen) Veranstaltungen können auf Wunsch an den ausländischen Studienzentren besucht werden. Auch der Versand der Studienunterlagen und  die Bezahlung der Studiengebühren gestalten sich denkbar unkompliziert.

Etwas komplizierter hingegen wird es, wenn man als deutscher Fernstudent ein Auslandssemester, bzw. einen Auslandsaufenthalt einlegen möchte. Da die Fernuni Hagen über eine offiziellen Partnernuniversitäten verfügt, muss man viel Zeit in die Planung investieren. Vorerst sollte man sich jedoch fragen, welches Ziel man mit dem Auslandsaufenthalt verfolgt und alle weiteren Schritte, wie die Wahl des Gastlandes und der Gasthochschule, sowie Fragen zum Nachweis der Sprachkenntnisse und der Finanzierung, zusammen mit der Fernuni besprechen und vor allem viel, viel Zeit zur Vorbereitung einplanen ;)!