Fernuni Hagen: Die Antwort

Nur wenige Tage nach meiner Bewerbung zum Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni-Hagen kam auch schon das Antwortschreiben, auf das ich sehnsüchtig wartete. Man weiß zwar, dass mit dem Fernstudium viel Arbeit verbunden sein wird, aber irgendwie ist trotzdem eine Art Vorfreude da (… die spätestens vor der ersten Prüfung wieder verfliegt).

Ich öffnete also schnell der Brief und freute mich, als ich bei Überfliegen der Betreffzeile „Ihr Zulassungsantrag für das Wintersemester 2010/11“ und dadrunter „Ihre vorläufige Matrikelnummer xxxxxxx“ las. „Hat ja super geklappt“, freute ich mich – leider vorschnell!

Nachdem mir ausführlich mitgeteilt wurde, dass es

„als Zulassungsvoraussetzung für den von der Fernuni Hagen angebotenen Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaften  […] erforderlich [ist], ein abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium der Wirtschaftswissenschaften durch Diplomurkunde und Diplomzeugnis oder Bachelrourkunde und Bachelorzeugnis in amtlich beglaubigter Form innerhalb der Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2010/11 (01.06.-15.08.2010) nachzuweisen“

und das

„Andere Hochschulabschlüsse […] mindestens 50% oder 90 ECTS-Punkte des Studien- und Prüfungsvolumens auf wirtschaftswissenschaftliche Inhalte (einschließlich der quantitativen Methoden) bezogen gewesen [sein müssen]. Maßstab hierfür ist der Inhalt des Bachelorstudiengangs Wirtschaftswissenschaft an der FernUniversiät“

wurde mir höflich mitgeteilt

„Ihr abgeschlossenes Bachelorstudium der Wirtschaftspsychologie beinhaltet den Nachweis von den geforderten 50% oder 90 ECTS-Punkten an wirtschaftswissenschaftlichen Leistungen nicht.“

Na toll! NICHT?? Das war für mich der Aufreger der Woche. Während des ganzen Briefes dachte ich mir immer….. Bla, Bla, was erzählt ihr mir das jetzt alles… passt doch, Matrikelnummer da, alles fertig. Nix da – kurz vorm Schluss hat dieses kleine Wörtchen „nicht“ all meine Pläne komplett durcheinandergeworfen. Schließlich war ich mir so sicher, dass das klappen müsste. 50% wirtschaftswissenschaftliche Inhalte hörte sich doch erfüllbar an. Aber jetzt weiß ich, dass ein Studium der Wirtschaftspsychologie NICHT als Qualifikation zum Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni-Hagen ausreicht. Das Wort „Wirtschafts“ vor Wirtschaftspsychologie ist da wohl echt mehr Schein als Sein.

Egal, diese Absage wollte ich nicht hinnehmen. Ich dachte, ich könnte vielleicht noch irgendwelche Kurse, bzw. Scheine nachholen, um Credits zu sammeln und die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen. Aber nix da, das geht leider nicht. Nach einem Gespräch mit einem Prof der Fernuni wurde mir deutlich, dass es sogar schon schwer ist, an der Fernuni für den Master WiWi angenommen zu werden, wenn man dort nicht bereits den WiWi Bachelor studiert hat.

Ansonsten wird sehr streng auf die wirtschaftswissenschaftlichen Inhalte des Erststudiums geachtet. Laut Fernuni Hagen hat man in der Regel mit folgenden Abschlüssen keine Probleme:

Fachrichtung

Abschluss

Betriebswirtschaftslehre Bachelor, Diplom, Magister
Handelslehrer/Wirtschaftspädagogik Bachelor, Diplom
Volkswirtschaftslehre Bachelor, Diplom
Wirtschaftswissenschaft/Ökonomie Bachelor, Diplom, Magister
Wirtschaftsinformatik Bachelor, Diplom

Und mein Bachelorstudium in Wirtschaftspsychologie zählte definitiv nicht dazu. Eines stand fest: Ich würde zum Wintersemester 2010/11 nicht den Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie an der Fernuni Hagen beginnen.

Doch der Brief hatte noch zwei Sätze…

Über den Autor

Alicia
Hier schreibt Alicia (Google+), 30 aus dem schönen Hamburg. Im WS 2010/11 habe ich mein WiWi-Fernstudium an der Fernuni-Hagen begonnen - Und bereits nach 18 Monaten erfolgreich abgebrochen. Die Gründe: Eine voreilige Entscheidung, berufliche Veränderungen und die Einsicht, dass nicht jeder der geborene Fernstudent ist. In meinem Blog berichte ich über persönliche Erfahrungen, Eindrücke, Probleme und Fragen aus meiner Fernstudienzeit, sowie allgemeine Informationen und News rund um das Thema Fernstudium und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Mein Ziel ist es, Studieninteressierte bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, damit das Projekt Fernstudium auch ein nachhaltiger Erfolg wird.

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