Fernstudium WiWi: Die ersten Module

Kurze Zeit nach Zusendung der Immatrikulationsunterlagen kam ein weiteres Schreiben der Fernuni-Hagen, auf welchem die ersten Module, bzw. Kurse für das Wintersemester 2010/11 inklusive Kosten aufgelistet waren. Da ich in Teilzeit studieren würde, hatte ich im ersten Semester zwei Module, bzw. vier Kurse zu bestehen. Die Module für die ersten 5 Semester des WiWi-Teilzeitstudiums sind fest vorgegeben, später kann man Wahlpflichtmodule belegen.

Die ersten beiden Module für das Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaft an der Fernuni Hagen sind:

  1. Einführung in die Wirtschafswissenschaft (A-Modul 31001)
  2. Grundlagen der Wirtschaftsmathematik und Statistik (A-Modul 31101)

Die Inhalte des Moduls „Einführung in die Wirtschaftswissenschaft“ würden mir sicherlich bekannt vorkommen, da ich in meinen Wirtschaftspsychologie-Studium bereits Grundlagen in BWL und VWL hatte. Aber eben nur Grundlagen – Es gab also noch genug zu lernen.

Mehr Angst bereitete mir das zweite Modul „Grundlagen der Wirtschaftsmathematik und Statisik“. Ich mochte Mathe immer gerne, aber Statistik nur gar nicht! Ich weiß auch nicht genau, woran das liegt, aber ich hatte schon im Studium immer Probleme mit diesem Fach. Es mag daran gelegen haben, dass auf den Folien meines damaligen Profs kaum ganze Sätze, geschweige denn Erläuterungen zu finden waren. Er war ja ganz nett, die Vorlesungen waren auch ok, aber die Prüfungen waren auch mit intensivem Lernen deprimierend für mich. Einmal bin ich in Statistik durchgefallen und war im zweiten Anlauf super stolz auf mich, als ich eine 3,0 bekam.

Die Beschreibungen der einzelnen Kurse des befürchteten Moduls, welche auf dem Schreiben der Fernuni vermerkt waren, hörten sich da auch nicht wirklich aufbauender an:

  1. Grundlagen der Analysis und Linearen Algebra (40600)
  2. Grundlagen der Statistik (40601)

Obwohl – Grundlagen der Statistik würde vielleicht noch gehen. Schließlich muss ja irgendwas aus dem Erststudium in meinem Langzeitgedächtnis hängen geblieben sein…..hoffentlich. Außerdem habe ich auch noch den dicken „Bortz“ bei mir zu Hause liegen. Ein dickeres Statistikbuch hätte man echt kaum drucken können! Aber mit bunten Textmarker-Markierungen und Klebezetteln in Neon-Farben sah auch ein Statistikbuch etwas freundlicher aus.

Im Modulhandbuch habe ich mir noch die Teilnahmevoraussetzungen für mein neues Lieblingsmodul „Grundlagen der Wirtschaftsmathematik und Statistik“ durchgelesen. Und die hören sich zum Teil wirklich süß an. Dort steht nämlich u.a:

Keine speziellen Voraussetungen (hört sich schon mal gut an) – Allerdings sind für eine erfolgreiche Bearbeitung des Moduls „Grundlagen der Wirtschaftsmathematik und Statistik“ auf folgenden Gebieten Grundkenntnisse mitzubringen:

  • Grundbegriffe der Arithmetik (Rechnen mit Klammern, Grundrechenarten, Bruchrechnen) und der Algebra (Rechnen mit Buchstaben, Binomen, Potenzen und Wurzeln, Summenzeichen).
  • […]
  • Grundbegriffe der Geometrie (Punkt, Linie, Fläche, Raum, Winkel, Strahlensätze, Dreieck, Viereck, Kreis, Parabel, Hyperbel).
  • […]
  • Elementare Logik und Mengenlehre.
  • […]

Fehlte nur, dass dort steht: „Rechnen mit Zahlen“…. aber ich will jetzt nicht spotten, schließlich liegt der ganze Rechenkram noch vor mir. Ich hoffe daher auf meine „Elementare Logik“ und dass dieses Modul bitte ganz schnell zu Ende geht. In dem Fall bin ich sehr froh, dass ich nicht den Master WiWi machen, sondern noch einmal klein anfangen kann. Aber es ist vielleicht auch gut, dass das Schlimmste zum Anfang kommt, dann habe ich es schnell hinter mir.

Jedes Modul an der Fernuni hat einen Umfang von 6 Semesterwochenstunden (SWS).  Jeder Kurs im ersten Semester hat dementsprechend 3 SWS. SWS bezeichnet die Anzahl der Stunden, die eine Lehrveranstaltung während der Vorlesungszeit eines Semesters pro Woche hat. Da es an der Fernuni Hagen keine Präsenzveranstaltungen, bzw. Vorlesungen gibt, dienen die SWS lediglich dem Vergleich mit Präsenzuniversitäten und zur Berechnung der Studienmaterialien.

Für mein WiWi-Fernstudium müsste ich also wöchentlich ca. 12 Stunden aufwenden. Mal sehen, wie viel Zeit ich tatsächlich benötigen werde. Eigentlich lernte ich bis jetzt immer erst kurz vor den Prüfungen, da ich ein ausgeprägtes Kurzzeitgedächtnis habe. Mein Langzeitgedächtnis ist dementsprechend vernachlässigt worden, bzw. schlecht. Ganz oft erinnere ich mich beim Filmegucken nicht mehr, dass ich diesen Film schon einmal gesehen habe, was den Vorteil hat, dass er für mich immer wieder neu ist. Irgendetwas Positives muss meine Langzeitgedächtnis-Schwäche schließlich haben…

Aber ich denke, dass ich bei meinem WiWi-Fernstudium diesmal etwas anders an die Sache rangehen werde. Alleine schon, um regelmäßige Burnouts vor den Prüfungen zu vermeiden, wenn man dann ein 200-Seiten-Skript vor sich liegen hat, welches in kürzester Zeit in den Kopf muss. Zudem gibt es beim Fernstudium Einsendeaufgaben, die man an die Fernuni schickt, um das bis dahin Gelernte zu überprüfen. Insofern steht regelmäßiges Lernen an, worüber sich mein Langzeitgedächtnis bestimmt freut!

Über den Autor

Alicia
Hier schreibt Alicia (Google+), 32 aus dem schönen Hamburg. Im WS 2010/11 habe ich mein WiWi-Fernstudium an der Fernuni-Hagen begonnen - Und bereits nach 18 Monaten erfolgreich abgebrochen. Die Gründe: Eine voreilige Entscheidung, berufliche Veränderungen und die Einsicht, dass nicht jeder der geborene Fernstudent ist. In meinem Blog berichte ich über persönliche Erfahrungen, Eindrücke, Probleme und Fragen aus meiner Fernstudienzeit, sowie allgemeine Informationen und News rund um das Thema Fernstudium und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Mein Ziel ist es, Studieninteressierte bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, damit das Projekt Fernstudium auch ein nachhaltiger Erfolg wird.

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