Fernstudium an der Fernuni Hagen

Seit dem 01.06. kann man sich an der Fernuni Hagen wieder für ein Fernstudium im Wintersemester 2011/12 einschreiben. Die Frist läuft noch bis zum 15.07. und obwohl der Sommer in den Startlöchern steht, spielen viele Studieninteressierte mit dem Gedanken, ein Fernstudium aufzunehmen. Ob nun für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder die Erweiterung des persönlichen Horizonts – Der Entschluss, ein Fernstudium zu absolvieren, hat vielfältige Hintergründe.

Ich habe mich im Wintersemester 2010/11 für ein Fernstudium an der Fernuni Hagen entschieden und studiere seitdem Wirtschaftswissenschaften. Jetzt bin ich im zweiten Semester und habe in dieser Zeit schon so manche Höhen und Tiefen erlebt. Ich möchte in diesem Artikel auf einige wichtige Fragen zum Thema Fernstudium eingehen, angefangen mit der Entscheidungsfindung, über die Anbieterwahl, bis hin zum Fernstudium an der Fernuni Hagen, Deutschlands größter Universität.

Fernstudium – Ja oder Nein?

Die Entscheidung für ein Fernstudium ist keine leichte Angelegenheit, zumal man anfangs kaum einschätzen kann, worauf man sich da wirklich eingelassen hat. Dennoch bedeutetet ein Fernstudium immer eine Investition in Bildung, welche sich aus meiner Sicht immer bezahlt macht, ob nun für einen persönlich oder beruflich.

Jedoch sollte man wichtige Aspekte nicht aus den Augen lassen. Ein Fernstudium hört sich immer super engagiert an. Schließlich absolvieren die meisten Fernstudenten ihr Studium auch neben einem regulären Job, Familie und Hobbys. Die anfängliche Euphorie und Vorfreude weiht allerdings ziemlich schnell der harten Realität des Alltags. Anders gesagt: Man ist auf sich alleine gestellt.

Gerade in Anbetracht der i.d.R. langen Studienzeit sollte die Entscheidung für ein Fernstudium nicht aus einer Laune heraus entstehen, sondern langfristig geplant und gut überlegt sein. Das wichtigste ist das Ziel, das man mit dem Fernstudium erreichen möchte. Wozu möchte ich eigentlich ein Fernstudium absolvieren? Von der Antwort hängt entscheidend der Erfolg dieser Weiterbildungsmaßnahme ab.

Um die Motivation und dem Spaß am Lernen für die Dauer der Studienzeit beizubehalten ist es meiner Meinung nach unverzichtbar, dass man das Fernstudium aus freien Stücken und vor allem für sich selbst absolviert. Denn jeder Druck von außen, ob vom Chef, der Familie, dem Freund oder den Kollegen, kann bei Stressphasen (die immer wieder auftreten werden) demotivierend und frustrierend wirken und im schlimmsten Fall sogar zum Abbruch führen. Letztendlich ist man auf sich alleine gestellt und muss sich selbst über die gesamte Dauer motivieren, um die Freude am Studium nicht zu verlieren. Auf aufbauende Worte von Dritten würde ich da nicht allzu viel setzen…

Gleichzeitig muss man sich auch überlegen, ob man neben den Verpflichtungen des Alltags überhaupt die Zeit für ein Fernstudium aufbringen kann. Denn selbst als Teilzeitstudent muss man in der Woche ca. 15 Stunden aufbringen können. Das hört sich vielleicht nicht so viel an, ist es aber. Das sind fast zwei Arbeitstage. Wer in der Woche nichts macht, müsste demnach also die Wochenenden opfern. Gleichzeitig ist aber auch Erholung wichtig und wer verzichtet schon gerne freiwillig auf sein Wochenende? Vor allem bei Fernstudenten mit Familie stelle ich mir das schwierig vor. Die Zeitfrage ist daher nicht zu unterschätzen und sollte ggf. auch mit dem Freund und der Familie besprochen werden.

Wenn man dann aber wirklich Zeit und Lust hat, sich per Fernstudium weiterzubilden und auch einen Studiengang gefunden hat, der den eigenen Interessen oder Plänen entspricht, dann steht die die Entscheidung für ein Fernstudium unter einem guten Stern ;).

Was studieren?

Viele Fernstudenten wissen bereits vor der Entscheidung für ein Fernstudium, was sie gerne studieren möchten. Andere hingegen, gehen erst jetzt auf die Suche nach dem idealen Studiengang. Die Wahl des Studiengangs ist für den Erfolg des Fernstudiums ebenso entscheidend, wie der Grund, warum man studieren möchte.

Die größte Lust am Lernen vergeht ziemlich schnell, wenn man sich mit irgendeinem Stoff beschäftigen muss, der einen überhaupt nicht interessiert. Insofern sollte man sich vor der Wahl eines Studiengangs, bzw. einer Fernhochschule gut überlegen, was einen überhaupt interessiert, worin die persönlichen Stärken liegen und was man mit dem Fernstudium bezwecken möchte. Denn berufliche und persönliche Ziele können durchaus unterschiedlich sein.

Das persönliche Interesse an afrikanischer Kunstgeschichte mag vielleicht hoch sein, aber wenn man auf der Karriereleiter einer Managerposition anstrebt, wäre ein anderer Studiengang sicherlich zielführender. Zudem zeigt das Beispiel mit afrikanischer Kunstgeschichte auch, dass nicht längst jeder Studiengang auch als Fernstudiengang angeboten wird. Hier ist bereits die erste Einschränkung gegeben.

Für viele Studienanwärter spielen bei der passenden Wahl des Studiengangs gleichzeitig bereits die Kosten des jeweiligen Studiengangs eine entscheidende Rolle. Die Frage ist: Was ist wichtiger: Die Kosten oder die Studienrichtung?

Grundsätzlich halte ich die Studienrichtung für den wichtigeren Aspekt, da wir wieder beim Thema Motivation sind und es viel schwieriger ist, sich für einen Studiengang zu motivieren, der nicht den eigenen Interessen und Wünschen entspricht. Dennoch ist der Kostenaspekt aufgrund der sehr großen Preisdifferenzen der Fernstudien-Anbieter nicht zu unterschätzen.

Denn für viele Fernstudenten scheiden die privaten Anbieter bereits bei der Kostenfrage aus, übrig bleibt: Die Fernuni Hagen. Doch das Studienangebot der Fernuni Hagen ist ziemlich begrenzt. Falls man absolut nicht bereit ist, ein teures Fernstudium bei einem privaten Anbieter mit dem passenden Studiengang zu absolvieren, kann man sich überlegen, ob man bereit ist, Kompromisse einzugehen, falls die Fernuni einen vergleichbaren Studiengang anbietet. Vielleicht hat man auch Glück und kann sich an der Fernuni für genau den Studiengang einschreiben, den man studieren möchte.

Falls der Kostenaspekt keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt, sollte man die Angebot der privaten Anbieter genau unter die Lupe nehmen. Diese bieten kostenlose Studienführer an, in denen man alle Infos zur Fernhochschule, den Studiengängen, Modulen, Präsenzseminaren und Kosten findet.

Kostenlose Studienführer

AKAD Hochschulen - Infomaterial anfordern

Europäische Fernhochschule Hamburg - Infomaterial anfordern

Wilhelm Büchner Hochschule - Infomaterial anfordern

APOLLON Hochschule - Infomaterial anfordern

MBA Allfinanz Akademie - Infomaterial anfordern


Denn auch wenn die Fernuni den Wunsch-Studiengang im Angebot hat, kann es gut sein, dass das Angebot eines privaten Anbieters vielleicht besser zu den eigenen Ansprüchen und Erwartungen passt (z.B. durch mehr Präsenzphasen, spezielle Betreuungsangebote, innovatives Studienmaterial, Studienzentren vor Ort etc.).

Für mich spielte bei der Wahl eines Fernstudiengangs vor allem der Preis eine Rolle, da ich mich zwar weiterbilden wollte, aber nicht bereit war, mehrere hundert Euro monatlich in mein Fernstudium zu investieren. Zunächst wollte ich nach meinem Erststudium Wirtschaftspsychologie ja eigentlich den Master in Wiwi draufsatteln, wurde aber abgelehnt, da mein Erststudium zu wenig BWL-Anteil hatte :(. Die erste Trauer war schnell verflogen und so entschied ich mich einfach den längeren Weg einzuschlagen und zuerst den Bachelor in Wirtschaftswissenschaften zu belegen. Damit wäre ich ja bereits für mehrere Jahre beschäftigt ;).

Mit dem Studiengang Wirtschaftswissenschaften, der sich ja aus BWL und VWL zusammensetzt bin ich bereits den ersten Kompromiss eingegangen, da ich eigentlich BWL studieren wollte. Aber was soll´s. Für die geringeren Studiengebühren nehme ich den VWL-Anteil gerne mit!

Obwohl das Studienangebot an der Fernuni Hagen nicht das Größte ist, ist und bleibt die Fernuni Hagen mit ca. 75.000 Studenten die größte Universität in Deutschland. Folgende Bachelor-Studiengänge können an der Fernuni belegt werden:

StudiengangFakultätAbschlussLink
BildungswissenschaftKultur- und SozialwissenschaftenBachelor of Arts (B.A.)mehr Infos
Kulturwissenschaften
(Fachschwerpunkt Geschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie)
Kultur- und SozialwissenschaftenBachelor of Arts (B.A.)mehr Infos
Politik- und VerwaltungswissenschaftKultur- und SozialwissenschaftenBachelor of Arts (B.A.)mehr Infos
PsychologieKultur- und SozialwissenschaftenBachelor of Science (B.Sc.)mehr Infos
InformatikMathematik und InformatikBachelor of Science (B.Sc.)mehr Infos
MathematikMathematik und InformatikBachelor of Science (B.Sc.)mehr Infos
RechtswissenschaftRechtswissenschaftenBachelor of Laws (LL.B.)mehr Infos
WirtschaftsinformatikWirtschaftswissenschaftBachelor of Science (B.Sc.)mehr Infos
WirtschaftswissenschaftWirtschaftswissenschaftBachelor of Science (B.Sc.)mehr Infos

Die Fernuni Hagen bietet zudem folgende Master-Studiengänge an:

StudiengangFakultätAbschlussLink
Bildung und Medien - eEducationKultur- und SozialwissenschaftenMaster of Arts (M.A.)mehr Infos
Europäische Moderne - Geschichte und LiteraturKultur- und SozialwissenschaftenMaster of Arts (M.A.)mehr Infos
GovernanceKultur- und SozialwissenschaftenMaster of Arts (M.A.)mehr Infos
Philosophie - Philosophie im europäischen KontextKultur- und SozialwissenschaftenMaster of Arts (M.A.)mehr Infos
Soziologie - Individualisierung und SozialstrukturKultur- und SozialwissenschaftenMaster of Arts (M.A.)mehr Infos
Elektrotechnik und InformationstechnikMathematik und InformatikMaster of Science (M.Sc.)mehr Infos
Computer ScienceMathematik und InformatikMaster of Computer Science (M. Comp. Sc.)mehr Infos
InformatikMathematik und InformatikMaster of Science (M.Sc.)mehr Infos
MathematikMathematik und InformatikMaster of Science (M.Sc.)mehr Infos
RechtswissenschaftRechtswissenschaftenMaster of Laws (LL.M.)mehr Infos
WirtschaftswissenschaftWirtschaftswissenschaftenMaster of Science (M.Sc.)mehr Infos
VolkswirtschaftslehreWirtschaftswissenschaftenMaster of Science (M.Sc.)mehr Infos

Ob nun Fernuni Hagen oder privater Anbieter: Informieren geht vor Studieren! Dies gilt insbesondere bei teuren Fernstudiengängen, jedoch auch bei den günstigeren Studiengängen der Fernuni Hangen. Bei privaten Fernstudien-Anbietern geben die kostenlosen Studienführer, an der Fernuni Hagen die Modulhandbücher eines jeden Studiengangs (z.B. Modulhandbuch Bachelor Wiwi) Aufschluss zu den genauen Studieninhalten und vor allem auch den Teilnahmevoraussetzungen der einzelnen Module.

Wer sich immer noch nicht sicher ist, welche Studienrichtung er einschlagen soll, der kann den Test “Was studiere ich?” machen und dort seine Interessengebiete und Fähigkeiten testen. Ich habe den Test auch gemacht und mein Interessenprofil sagt, dass für mich die Kategorien “Sport”, “Unternehmerisch” und “Darstellende Kunst” sehr wichtig seien. Aha, ok. naja, ein Wiwi-Studium passt dann ja doch ganz gut in die unternehmerische Schiene. Und wer weiß, vielleicht tanze ich vor lauter Stress irgendwann meinen Namen oder fange mit Yoga an, um etwas runterzukommen ;).

Vollzeitstudium oder Teilzeitstudium?

Ich lese oftmals von Studieninteressierten, die neben dem Job oder der Ausbildung ein Vollzeitstudium durchboxen wollen. Ok, vor meiner Bewerbung an der Fernuni wollte ich mich eigentlich auch zuerst als Vollzeitstudentin einschreiben lassen, wurde dann aber von einem Mitarbeiter der FU telefonisch eines besseren belehrt. Und er hatte absolut Recht! Ein Vollzeitstudium ist wirklich nur dann zu schaffen, wenn man den ganzen Tag Zeit hat. Ich würde es nicht einmal neben einem Teilzeitjob empfehlen.

Das Lernpensum wird oft unterschätzt und der Zeitaufwand ist selbst bei einem Teilzeitstudium hoch und mit Abstrichen verbunden. Wenn man daher berufstätig ist, Kinder hat oder sonst irgendwelchen Verpflichtungen nachgehen muss, rate ich von einem Vollzeitstudium ab.

Der Unterschied zwischen dem Status eines Vollzeit- und eines Teilzeitstudenten ist an der Fernuni Hagen aber eigentlich nur Formsache. Denn egal ob Vollzeit- oder Teilzeitstudium – Man kann so viele Module belegen, wie man möchte. Der Unterschied liegt in der Zeit, die man für das Fernstudium aufwendet und damit auch in der Grundlage für den Anspruch auf Bafög oder Arbeitslosengeld.

Als Vollzeitstudent (ca. 40 Std./Woche) hat man Anspruch auf Bafög, aber nicht auf Arbeitslosengeld.  Als Teilzeitstudent (ca. 20 Std./Woche) hat man keinen Anspruch auf Bafög, dafür aber auf Arbeitslosengeld, da man hauptberuflich einer anderen Beschäftigung nachgeht.

Dennoch kann man auch als Teilzeitstudent theoretisch mehr Module belegen, genauso, wie man als Vollzeitstudent grundsätzlich auch weniger Module belegen kann.

Was kostet ein Fernstudium an der Fernuni Hagen?

Auf jeden Fall kostet ein Fernstudium an der Fernuni Hagen deutlich weniger, als bei privaten Anbietern. Die Gesamtkosten der Bachelorstudiengänge betragen zwischen 1.400 € und 2.500 €:

BachelorstudiengangKosten
Mathematik
1.400 €
Informatik1.500 €
Bildungswissenschaft1.800 €
Kulturwissenschaften1.800 €
Politik- und Verwaltungswissenschaft
1.800 €
Psychologie1.800 €
Soziologie (auslaufender Studiengang)1.800 €
Wirtschaftsinformatik2.000 €
Wirtschaftswissenschaft2.000 €
Rechtswissenschaft2.500 €

Die Masterstudiengänge der Fernuni Hagen kosten insgesamt zwischen 600 € und 1.300 €:

Masterstudiengang
Gesamtkosten
Elektro- und Informationstechnik
600 €
Computer-Science
650 €
Mathematik
800 €
Informatik
900 €
Rechtswissenschaft
1.000 €
Volkswirtschaftslehre
1.000 €
Wirtschaftswissenschaft

1.000 €
Bildung und Medien: eEducation
1.200 €
Europäische Moderne, Geschichte und Literatur
1.200 €
Governance
1.200 €
Soziologie: Individualisierung und Sozialstruktur
1.200 €
Philosophie - Philosophie im europäischen Kontext
1.300 €

Die finanzielle Belastung pro Semester hängt von der Anzahl der belegten Kurse zusammen. Die Kursgebühr beträgt dabei 20 € pro Semesterwochenstunde. Zusätzlich wird ein Studierendenschaftsbeitrag in Höhe von 11 € für den AStA erhoben.

Einschreibung  an der Fernuni Hagen

Die Wahl des Hörerstatus spielt auch bei der Einschreibung an der Fernuni eine wichtige Rolle, da der Hörerstatus später auch im Studienausweis steht. Hat man sich für die Fernuni Hagen als Fernhochschule entschieden und einen Fernstudiengang gewählt, kann man sich innerhalb bestimmter Fristen für das kommende Semester bewerben.

Die Einschreibungsfristen für das Winter- und Sommersemester sind:

Wintersemester (Studienbeginn ab Oktober):
01.06.-15.07. verspätet bis zum 15.08. mit Verspätungsgebühr von 25,00 EUR

Sommersemester (Studienbeginn ab April):
01.12.-15.01. verspätet bis zum 15.02. mit Verspätungsgebühr von 25,00 EUR

Neben dem Hörerstatus müssen bei der Einschreibung auch die Kurse gewählt werden, die man im kommenden Semester belegen möchte. Der Unterschied zwischen Kursen und Modulen mag auf den ersten Blick etwas verwirrend sein (ist er ehrlich gesagt auch), aber beide Begriffe lassen sich wie folgt voneinander unterscheiden:

Kurse: Kurse spielen bei der Einschreibung und Rückmeldung eine wichtige Rolle, denn dort werden Kursnummern belegt. Ein oder mehrere Kurse bilden zusammen ein Modul. Es müssen allerdings alle Kurse eines Moduls belegt werden, da Prüfungen nur für ganze Module, nicht aber für einzelne Kurse, geschrieben werden können.

Man wählt daher zunächst das Modul, das man belegen möchte und belegt anschließend alle Kurse dieses Moduls. Für jeden Kurs werden separate Studienunterlagen verschickt. Auf den Studienheften findet man auf der Rückseite die Nummer des belegten Kurses. Auch die Einsendearbeiten werden für jeden Kurs einzeln bearbeitet und zur Korrektur verschickt.

Module: Module bestehen aus ein oder mehreren Kursen. Alle Prüfungen werden pro Modul geschrieben. Diese setzen sich dann aus Teilklausuren der Kurse zusammen.

Beispiel:

Man möchte z.B. im kommenden Semester das A-Modul 31001 “Einführung in die Wirtschaftswissenschaft” bearbeiten. Bei der Einschreibung/Rückmeldung muss mann dann die beiden Kurse des Moduls “Einführung in die Betriebswirtschaftslehre” (Kurs-Nr. 40500) und den Kurs “Einführung in die Volkswirtschaftslehre” (Kurs-Nr. 40501) belegen.

Man erhält für beide Kurse separate Studienunterlagen, auch die Selbstkontroll- und Einsendearbeiten werden pro Kurs bearbeitet. Die kontrollierten Einsendearbeiten erhält man ebenfalls einzeln zurückgeschickt.

Zum Semesterende schreibt man die Modulklausur für das Modul “Einführung in die Wirtschaftswissenschaft”. Diese setzt sich dann aus zwei Teilen zusammen, einer Teilklausur pro Kurs.

Nach Hörerstatus und Kursbelegung gilt es dann noch Zeugnisse und weitere Unterlagen für das Ausfüllen des Zulassungsantrags bereitzuhalten bzw. für den anschließenden postalischen Versand vorzubereiten. Dies wären u.a.:

  • Email-Adresse
  • Bankverbindung
  • Krankenkasse und Versicherungsnummer (bei studentischer Krankenversicherung)
  • ggf. Angaben zu bisherigen Studienzeiten, Studienabschlüssen, endgültig nicht bestandene Prüfungen
  • ggf. Anlage zum Antrag auf Einschreibung für beruflich Qualifizierte

Reihenfolge der Module

Die Fernuni Hagen stellt zu jedem Studiengang zwar exemplarische Studienpläne zur Verfügung, diese sind jedoch – wie der Name schon sagt – nur Beispiele. Insofern ist man bei der Reihenfolge der Modul relativ frei.

Zunächst absolviert man das Pflichtprogramm, welches aus den A-Modulen besteht. Diese können nicht abgewählt werden. Das Pflichtprogramm ist bestanden, wenn:

mindestens acht A-Module mit „ausreichend“ (4,0) oder besser bewertet worden sind
und
höchstens zwei A-Module schlechter als „ausreichend“ (4,0) aber mit mindestens jeweils 25 Prozentpunkten bewertet worden sind
und
der Durchschnitt der absolvierten A-Module mindestens 50 Prozentpunkte beträgt.

Nach dem Pflichtprogramm können dann Wahlpflichtmodule (B-Module) belegt werden.

Man ist daher von Anfang an ziemlich flexibel, ich würde jedoch jedem Fernstudenten empfehlen, “Grundlagen der Wirtschaftsmathe und Statistik” (das Modul, das wohl für die meisten das Schlimmste ist) möglichst frühzeitig zu bearbeiten, da Wirtschaftsmathe in fast jedem Modul vorkommt. Auch das Modul “Einführung in die Wirtschaftswissenschaft” ist ein typisches Einstiegs-Modul, in dem ein gewissen mathematisches Grundwissen verlangt wird.

Tipps zum Studienstart

Nachdem die Einschreibung erfolgt ist und eine Zusage ins Haus flattert kann man sich erst einmal freuen :D! Schließlich hat man einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Fernstudium hinter sich. Doch jetzt geht der ganze Spaß erst richtig los! In der Regel hat man vor Studienstart noch etwas Zeit, sich auf das Fernstudium vorzubereiten und diese Zeit sollte man auch wirklich nutzen. Ich spreche hier aus Erfahrung. Ich habe die Zeit vor dem Studienstart im letzten Oktober nicht genutzt und das hat sich zum Ende des Semesters gerächt.

Meine größten Probleme lagen vor allem bei Mathe. Ich war mehrere Jahre raus aus dem Stoff und habe mein Langzeitgedächtnis vor eine anscheinend zu große Herausforderung gestellt. Das hat mich schon mal mehrere Wochen aufgehalten. Dann habe ich mit EWiwi weitergemacht, das ging zwar deutlich besser, aber auch hier war Mathe gefragt und zum Schluss fehlte mir die Zeit, um mich ausreichend auf die Prüfung vorbereiten zu können.

Ich habe den Zeitaufwand für das Lernen einfach unterschätzt, ebenso, wie die Herausforderung, neben Job, Partnerschaft und Freizeit zu studieren. Dennoch kann ich nach den ersten Monaten sagen: Es geht! Aber es muss alles organisiert sein.

Jedem, der sich bei Mathe unsicher fühlt, rate ich, vorher zumindest die mathematischen Grundlagen zu wiederholen und ggf. schon etwas tiefer in Themen, wie Differential- und Integralrechnung einzusteigen. Ich bin bei Mathe mittlerweile auf einem besseren Stand und fühle mich auch bei EWiwi schon deutlich sicherer. Dies gilt aber auch für andere Module. Im Modulhandbuch erhält man bereits einen ersten Eindruck zum und den Inhalten der einzelnen Kurse und kann sich somit bereits vor Studienstart auf die Themen einstimmen. Nähere Kursbeschreibungen findet man auch im Virtuellen Studienplatz, bzw. dem Kursangebot. Dort kann man im Suchfeld einfach die Kursnummer eingeben und findet beim Klick auf den jeweiligen Kurs unter “Kursbeschreibung” weitere Details zu den dort behandelten Themen.

Ob durch Online-Tutorials (z.B. von Lecturio), durch Fachliteratur oder Übungsaufgaben im Netz – Jede Übung zahlt sich aus und erleichtert das spätere Bearbeiten der Studienhefte, welche ziemlich anspruchsvoll sind.

Man darf nicht vergessen, dass man als Fernstudent keinen Prof, Lehrer oder Sitznachbarn hat, der einem schnell mal einige Verständnisfragen erklärt. Da muss man alleine durch. Auch hier gibt es hilfreiche Foren, wie den Studienservice, wo man sich mit anderen Fernstudenten austauschen oder Übungs- und Einsendeaufgaben vergleichen kann, aber den größten Batzen muss man in Eigenregie bewältigen.

Zusätzlich kann ich nur jedem Fernstudenten empfehlen, sich einen Zeitplan zu erstellen, bzw. feste Lernzeiten einzuplanen. Von alleine passiert nämlich nichts und die Tage gehen nur so dahin, bis sich das schlechte Gewissen meldet. Am besten lässt man den Arbeitsberg gar nicht erst anwachsen und lernt kontinuierlich und vor allem: von Beginn an! Denn Unvorhergesehenes kommt schnell mal dazwischen und Pufferzeiten sind unabdingbar, um diese Zwischenfälle zu kompensieren. Der Verzicht auf einen Zeitplan führt dazu, kann dazu führen, dass man das Fernstudium in den ersten Wochen schleifen lässt und gehört damit definitiv zu den 10 Fehlern beim Fernstudium.

Ein Fernstudium ist eine Herausforderung. Man lernt nicht Fachliches, sondern auch viel über sich selbst. Das Fernstudium ist auch ein Langzeitprojekt, das Spaß am Lernen und Motivation erfordert. Das erste Semester ist für die meisten Fernstudenten immer das schwierigste. Das ist auch normal, schließlich muss man sich auf die neue Situation einstimmen. Rückschläge und Tiefphasen wird es immer wieder geben, aber solange man sich davon nicht runterziehen lässt, sondern aus Fehlern lernt und sein Ziel immer vor Augen behält, wird das Fernstudium (so anstrengend es auch sein mag) eine Bereicherung werden – ganz bestimmt ;)!