Checkliste: Welches Ziel verfolge ich mit dem Fernstudium?

Gründe zur Aufnahme eines Fernstudium

Ich möchte den ersten Teil der Artikelreihe „Checkliste: Ist ein Fernstudium das Richtige für mich?“ gerne mit einem Auszug aus Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ beginnen, der den wesentlichen Kern dieses Artikels auf den Punkt bringt.

„Grinse-Katze“, begann sie ein wenig zaghaft.
„Würdest du mir sagen, welchen Weg ich von hier aus nehmen soll?“
„Kommt drauf an, wohin du von hier aus gehen möchtest“, antwortete die Katze.
„Es ist mir gar nicht so wichtig, wohin“, sagte Alice.
„Dann spielt es auch keine Rolle, welchen Weg du nimmst“, sagte die Katze.

Die Katze bringt es hier auf den Punkt, denn ohne Ziel, ist auch der Weg egal. Alice weiß zwar, dass sie gehen soll, aber sie weiß nicht wohin. Sie ist damit nicht nur ziel- und planlos, sondern auch nicht entscheidungsfähig.

Nicht entscheidungsfähig zu sein, ist bei einem Fernstudium fatal. Denn als Fernstudenten muss man tagtäglich Entscheidungen fällen, die einem oftmals schwerfallen und unangenehm sind:

  • Gemütlicher Fernsehabend mit dem Partner oder Lernen?
  • Shopping-Tour mit der besten Freundin oder Lernveranstaltung im Studienzentrum?
  • Ein Sonntagsausflug mit der Familie oder Einsendeaufgaben fertigstellen?
  • Party-Wochenende mit den Kumpels oder Prüfungsvorbereitung?

Natürlich sollen diese Fragen nicht heißen, dass während eines Fernstudiums überhaupt keine Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens bleibt. Fest steht aber, dass es deutlich weniger Zeit sein wird. So muss man für ein Vollzeitstudium etwa 40 Stunden pro Woche zum Lernen aufwenden, bei einem Teilzeitstudium sind es etwa 20 Wochenstunden.

Wenn man nebenbei noch Vollzeit berufstätig ist, Partner, Familie, Freunde und Hobbys hat und die anderen alltäglichen Verpflichtungen einkalkuliert, sind 20, bzw. 40 Stunden in der Woche sehr viel Zeit, die an irgendeiner Stelle gestrichen werden muss. Ohne ein klares Ziel vor Augen, fällt es deutlich schwerer, den unangenehmeren Weg einzuschreiten und seine Zeit für das Fernstudium zu opfern.

Unterschied zwischen Zielen und Wünschen

Zwar werden die meisten angehenden Fernstudenten zustimmen, dass Ziele wichtig sind. Doch viele von ihnen setzen sich keine richtigen Ziele. Warum? Weil sie glauben, ein Ziel zu haben, dabei sind es höchstens Wünsche, die zur Aufnahme eines Fernstudiums angespornt haben.

Schaut man sich in der „Trendstudie Fernstudium 2011“ der IUBH Internationalen Hochschule die Gründe zur Aufnahme eines Fernstudiums an,  so unterscheiden sich diese deutlich von den Gründen für ein Präsenzstudium. Während sich Präsenzstudenten vorwiegend von ihren individuellen Interessen leiten lassen, spielen bei einem Fernstudium in erster Linie berufliche und arbeitsmarktbezogene Aspekte eine Rolle:

Gründe zur Aufnahme eines Fernstudium

So gaben in der Umfrage zwar über 74 Prozent der Teilnehmer an, sich über das Fernstudium persönlich weiterentwickeln zu wollen, allerdings wurde dieses intrinsische Motiv dicht von berufs- und karriererelevanten Aspekten gefolgt.

Die Vertiefung der fachlichen Qualifikation, bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, der Karriereaufstieg oder ein höheres Gehalt –  Der Wunsch nach Erfolg, finanzieller Unabhängigkeit und dem damit daraus abgeleiteten persönlichen Glück sind häufig genannte Motivationsfaktoren zur Aufnahme eines nebenberuflichen Fernstudiums.

Doch „Erfolgreich sein“, „finanziell unabhängig“ oder „glücklich sein“ sind keine Ziele, sondern Wünsche. Denn Wünsche lassen vermuten, dass man diese Dinge nicht nur aus eigener Kraft erreichen kann, sondern dass auch Glück, Schicksal oder Zufall eine Rolle spielen. Wünsche sind zwar nette Worthülsen und Phrasen, sie helfen aber nicht dabei, etwas ganz bestimmtes zu erreichen.

Wünsche sind unverbindlicher als Ziele und daher auch leichter zu äußern. Wenn man sich ein festes Ziel setzt, muss man auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen und sich selbst darum zu kümmern (auch wenn man mal keine Lust hat).

Sicherlich „wünscht“ sich jeder von uns, erfolgreich, finanziell unabhängig und glücklich zu sein. Diese Wünsche sind zwar schön, doch bringen sie uns keinen Schritt voran. Um im Fernstudium erfolgreich zu sein, muss man sich Dinge vornehmen, die man selbst erreichen kann und auch will. Man muss bereits sein, zu planen und die Konsequenzen zu tragen, sowohl die positiven, auch die negativen.

Wer keine Ziele hat und nicht plant, kann auch kein Ziel verfehlen und vermeidet somit auch Fehlschläge. Die Angst zu Versagen mag ein Grund sein, weshalb man sich für sein Fernstudium keine festen Ziele setzt. Allerdings wird man dann auch nie das erreichen, was man wirklich will.

Um herauszufinden, ob man bereit ist, ein Fernstudium mit all seinen Konsequenzen in Kauf zu nehmen, sollte man sich fragen, was eigentlich genau hinter dem Gefühl, etwas erreichen zu wollen, steckt. Ist es bloß ein Wunsch, dessen Erfüllung man begrüßen würde, aber dessen Konsequenzen, Kosten und Opfer man nicht tragen möchte? Oder steckt wirklich mehr dahinter, weil man voll und ganz dahinter steht und auch bereit ist, sich planvoll Schritt für Schritt mit allen Konsequenzen diesem Wunsch zu nähern. In dem Fall können unverbindliche Wünsche auch zu Zielen gemacht werden.

5 gute Gründe, warum ein Fernstudium ohne Ziele nicht funktionieren kann

Ohne Ziel geht es nichtWarum ist es so wichtig, sich bei einem Fernstudium „richtige“ Ziele zu setzen? Weil ein mehrjähriges Fernstudium ohne Ziele nicht klappen kann. Dafür sind die Konsequenzen und teilweise auch Opfer, die man bei der Entscheidung für ein Fernstudium tragen muss, einfach zu hoch.

Wer ohne Ziel die Wahl zwischen Freizeitaktivitäten oder Lernen hat, entscheidet sich natürlich für ersteres. Und dabei wären wir schon beim ersten und wohl wichtigsten Grund, sich bei einem Fernstudium Ziele zu setzen:

1. Ziele motivieren zum Lernen

Positiv formulierte Ziele motivieren, denn sie bringen uns Stück für Stück voran. Und Motivation zum Lernen ist vor allem dann wichtig, wenn man mal wieder einen Durchhänger hat. Ob abends nach einem anstrengenden Joballtag, an sonnigen Wochenenden oder Feiertagen – Nicht immer hat man Lust, sich dann noch an den Schreibtisch zu setzen und Studienhefte zu wälzen. Durchhänger und „schlechte Tage“ sind normal, können aber ohne feste Ziele schnell zur Fundgrube für Ausreden werden. Ziele helfen bei diesen alltäglichen Entscheidungen. Sie geben Kraft und Antrieb, trotz akuter Unlust durchzuhalten und kontinuierlich weiterzumachen.

2. Ziele geben den Lernstrapazen einen Sinn

Warum sollte man sich den Strapazen eines Fernstudiums hingeben, Zeit, Geld und Energie investieren und sich beim Lernen abmühen, wenn das alles keinen Sinn macht? Ohne Grund, etwas für sein Fernstudium zu tun, bewirkt unser Unterbewusstsein, das wir nur eines tun, nämlich gar nichts. Schon beim Gedanken ans Lernen fühlt man sich matt, antriebs- und lustlos. Kein Wunder, schließlich wäre die ganze Mühe ja die reinste Verschwendung.

Lohnenswerte Ziele hingegen bewirken genau das Gegenteil: Statt Energie einzusparen, wirkt das das Unterbewusstsein wie ein Zündgerät, setzt Energie frei und fördert die Aufmerksamkeit. Das soll nicht bedeuten, dass man sich dann wie Bolle aufs Lernen freut und die nächste Klausur kaum mehr abwarten kann. Ein Fernstudium ist und bleibt anstrengend. Ziele helfen aber, den inneren Schweinehund zu überwinden, die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten und sich dennoch zum Lernen aufzuraffen.

3. Ziele schaffen Prioritäten

Wer ein Fernstudium beginnt, wird schnell feststellen, dass der Tag leider immer noch nur 24 Stunden hat. Die hat man ohne das Lernpensum auch irgendwie voll bekommen, was neben dem Beruf, Familie und Freizeitaktivitäten auch nicht schwer ist. Muss man nun 20 bis 40 Stunden in der Woche zusätzlich zum Lernen aufbringen, muss diese Zeit an einer anderen Stelle gestrichen werden. Die große Frage, die sich stellt ist: Was mache ich zuerst? Fängt man mit der einen Sache an, muss man ständig an die andere denken.

Doch wo setzt man nun die Prioritäten? Ist mir das Fernstudium wichtiger, als meine Lieblings-TV-Sendung? Muss der Ausflug am Wochenende ausfallen, weil ich mich noch dringend auf die anstehende Klausur vorbereiten muss?

Hier helfen Ziele, denn aus ihnen ergeben sich die Prioritäten. Wenn man genau weiß, was man will und welches Ziel man als nächstes erreichen möchte, weiß man auch, welche Dinge die wichtigere Priorität haben. Insofern helfen Ziele auch, schwere oder unangenehme Entscheidungen zu treffen, da man eher das tun wird, was einem dem Ziel näher bringt.

4. Ziele lösen Vorfreude aus

Wenn man nichts erwartet, kann man sich auch auf nichts freuen. Wer ein Fernstudium beginnt, tut dies i.d.R., weil er sich auch etwas davon erhofft. Ob persönliche Weiterentwicklung, bessere Karrierechancen oder berufliche Neuorientierung – Mit dem angestrebten Abschluss werden positive Erwartungen verbunden. Auf dem Weg dahin sind Ziele unerlässlich, denn sie lösen Vorfreude aus. Man freut sich, wieder etwas geschafft zu haben und seinen Zukunftserwartungen ein Stückchen näher gekommen zu sein.

Damit die anfängliche Euphorie zum Start eines Fernstudiums erhalten bleibt, helfen kleine und große Etappenziele auf die man hinarbeitet. Das gute Gefühl bei Erreichung eines Ziels, z.B. beim Bestehen einer Prüfung, ist dann umso größer, weil man es sich selbst erarbeitet hat.

5. Ziele machen Erfolge messbar

Wer sich keine Ziele setzt, kann auch keine Ziele erreichen. Auch wenn man beim Setzen eines Ziels Gefahr läuft, zu versagen, so sind Ziele doch die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob man mit sich selbst zufrieden sein kann. Mal angenommen, man schreibt in einer Klausur eine 4. Kann man jetzt mit sich zufrieden sein oder nicht? Ohne sich vorher ein Lernziel gesteckt zu haben, wird man diese Frage nicht wirklich beantworten können.

Hat man sich allerdings vorgenommen, eine 1 zu schreiben, werden Erfolge und Misserfolge erst messbar. Angesichts dieses Ziels wird man mit einer 4 nicht zufrieden sein. Wird es dann zum Ziel, bessere Noten zu schreiben, so kann man bereits mit einer 3 zufrieden sein, schließlich hat man sich verbessert. Ist man mit einer 2 Klassenbester geworden, obwohl man diesmal weniger gelernt hat, so kann man sich über diese Leistung freuen. Man weiß aber auch, dass mit einem noch höheren Lernaufwand auch eine 1 drin ist!

Ziele greifbar machen und richtig formulieren

Wer sich während seines Fernstudiums keine Ziele setzt und das Studium nicht organisiert durchplant, läuft früher oder später Gefahr, zu scheitern. Bei einer nebenberuflichen Weiterbildung, wie einem Fernstudium, ist es wichtig, sich selbst nicht zu überschätzen. Auch wenn man sich für organisiert und strukturiert hält, so droht das Studium im Job- und Alltagsstress unterzugehen. Es finden sich immer Dinge, die scheinbar wichtiger sind oder mehr Spaß machen. Um sich zum Lernen zu motivieren und auch Spaß am Fernstudieren zu haben, sind Ziele unausweichlich.

Doch was ist ein klares Ziel bei einem Fernstudium? Für die meisten ist es natürlich der Abschluss, der jedoch noch in weiter Ferne liegt. Damit Ziele von Anfang an und auch während der gesamten Studienzeit motivieren, müssen sie greifbarer sein. Doch was sind greifbare Ziele während eines Fernstudiums und wie formuliert man sie richtig?

Greifbare Ziele sind konkret und genau definiert. Das bedeutet, dass man detailliert auf den Punkt bringt, was man mit diesem Ziel erreichen möchte. „Ich möchte heute lernen“ ist kein konkretes Ziel, „Ich möchte heute die Seiten 112 – 156 aus dem Studienheft durcharbeiten“ hingegen schon. Im letzteren Fall weiß man genau, wann das Ziel erreicht ist.

An diesem Beispiel wird auch deutlich, dass Ziele rechtzeitig messbar und kontrollierbar gemacht werden müssen. Es bringt nichts, wenn man sich als Ziel setzt, den Abschluss zu schaffen. Dieses Ziel lässt sich nämlich erst nach Ablauf der mehrjährigen Studienzeit kontrollieren. Und in der Zeit dazwischen? Hier sind kleinere Zwischenziele entscheidend, je kleiner, umso besser.

Etappenziele fördern die MotivationEtappenziele sind bei einem Fernstudium noch wesentlich wichtiger für den Erfolg und die Motivation, als bei einem Präsenzstudium. Schließlich sind die einzigen Termine, die von Seiten der Fernuni vorgegeben werden, der Abgabetermin der Einsendearbeiten und der Prüfungstermin. Ohne feste Vorlesungszeiten muss man die restliche Studienorganisation  komplett selbst übernehmen, sich selbst Termine setzen und diese dann auch einhalten. Dies erfordert permanent Energie, Kraft und Motivation, die man durch eine konkrete Zielsetzung erleichtern kann.

Das Prinzip der kleinen Schritte hat sich auch bei der Organisation eines Fernstudiums bewährt. Hierbei geht es darum, das Studium gut zu strukturieren und zu planen. Dies mag am Anfang noch schwierig fallen, da man u.U. das Lernpensum und dem Lernaufwand nicht richtig einschätzen kann. Aber aller Anfang ist schwer. Daher ist es gerade zu Beginn eines Fernstudiums wichtig, möglichst kleine Teilziele zu formulieren und den Lernprozess genau zu planen.

Idealerweise erstellt man sich einen Zeitplan, bei dem man das Lernpensum des gesamten Semester inklusive Auffrischen von Grundkenntnissen, Bearbeitung der Studienhefte, Übungs- und Wiederholungsphasen, Klausurvorbereitung und (ganz wichtig!) Pufferzeiten schriftlich festhält. Schwarz auf weiß schwirren die Ziele dann nicht mehr im Kopf herum, sondern werden fassbar und bearbeitbar. Dann hängt es nur noch von einem selbst ab, ob man sich an den verpflichtenden Vertrag mit sich selbst auch hält. Je mehr kleine Etappenziele man eingeplant hat, umso häufiger kann man die erreichten Ergebnisse an den eigenen Vorgaben überprüfen. Stellt man z.B. fest, dass man wesentlich mehr Zeit zur Bearbeitung der Studienhefte benötigt, kann man den Zeitplan entsprechend früh anpassen. Je konkreter man die einzelnen Lernziele definiert, umso besser wird der Zeitplan gelingen.

Will ICH das wirklich?

Nun haben wir betrachtet, wie man Ziele konkretisiert und formuliert. Doch um den inneren Schweinehund während der langen Studienzeit zu überwinden und sich selbst immer wieder aufs Neue zu motivieren, ist der innere Wille entscheidend.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass sich niemand gegen seinen Willen für ein Fernstudium entscheidet. Allerdings können Wünsche, wie z.B. nach mehr Gehalt, mehr Verantwortung oder mehr Ansehen so stark werden, dass sie letztendlich der Initiator zur Aufnahme eines Fernstudiums werden. Auch andere Personen, seien es der Arbeitgeber, Kollegen, der Partner, die Familie oder Freunde könnten einen zum Fernstudium drängen oder überreden. Das man unter solchen Umständen irgendwann unter dem hohen Lernstress einbrechen und das Studium ggf. sogar abbrechen könnte, ist nicht verwunderlich.

Die Entscheidung für ein Fernstudium sollte immer aus eigenem Wunsch/Antrieb heraus rühren, denn nur so wird intrinsische Motivation erzeugt. Der Sinn und Zweck, also „Was habe ich von dem Fernstudium?“ und „“Was bedeutet der Abschluss für mich?“ spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Studiere ich nur, um jemandem einen Gefallen zu tun, besser vor meinem Chef dazustehen oder um gebildeter zu wirken? Oder studiere ich, weil ich meine eigenen Interessen fachlich vertiefen, mich persönlich weiterentwickeln oder das Studium zur Verwirklichung meiner beruflichen Ziele benötige?

Ist der Motivationshintergrund die eigene innere Überzeugung, so ist der persönliche Gewinn des Fernstudiums viel größer, als wenn man es in Wahrheit für jemand anderen tut. Letztendlich ist man als Fernstudent zum größten Teil auf sich alleine gestellt und muss den Stress, Niederlagen und Rückschläge aus eigener Kraft verarbeiten. Je kleiner der persönliche Gewinn, umso größer werden die „Risiken und Nebenwirkungen“ eines Fernstudiums erscheinen.

Die Ziele, die man sich bei einem Fernstudium setzt, müssen zudem aus eigener Kraft erreichbar sein. Es bringt nichts, sich Dinge vorzunehmen, die man gar nicht schaffen kann oder deren Gelingen nicht in der eigenen Hand liegt. Will man z.B. nach dem Abschluss eine Führungsposition in der Firma einzunehmen oder einen gut bezahlten Job ergattern, so sind das zwar schöne Wünsche, allerdings als Ziel ungeeignet. Schließlich hängt es immer noch vom Chef, bzw. dem Personalverantwortlichen ab, ob man die Stelle tatsächlich bekommt.


Ebenso ist es wenig sinnvoll, sich beim Fernstudium von anderen Personen abhängig zu machen. Dies könnte der Arbeitgeber sein, der mehr Urlaubstage zusichert oder sich an der Finanzierung des Fernstudiums beteiligt. Würde man aus irgendwelchen Gründen kündigen, würde das Fernstudium dann auf wackeligen Beinen stehen. Aber auch auf Freunde, die versprechen, beim Lernen zu helfen oder Kommilitonen, die eine Lerngruppe planen, sollte man sich nicht vollends verlassen. Was ist, wenn diese keine Zeit oder Lust haben? Würde man das Lernpensum auch aus eigener Kraft schaffen?

Natürlich ist es immer gut und hilfreich, Unterstützung zu erhalten, sei es beim Lernen, durch Entlastung im Job, der Kinderbetreuung oder im Haushalt. Allerdings sollte man das Gelingen des Fernstudiums nicht davon abhängig machen. Bevor man mit dem Studieren anfängt, sollte man sich immer fragen „Was brauche ich dazu?“, bzw. „Wie und womit schaffe ich das alleine?“.

Ist man davon überzeugt, dass Zweck und Inhalt des Studiums den eigenen Zielen dienen, wird man den Weg bis zum erfolgreichen Abschluss immer klar vor Augen haben.

„Welchen Weg soll ich nehmen?“ fragt Alice im Wunderland an einer Kreuzung die Katze. „Das hängt davon ab, wohin Du willst!“

Neben klar definierten Zielen, die wir in diesem ersten Teil der Artikelreihe „Checkliste: Ist ein Fernstudium das Richtige für mich?“ betrachtet haben, gehört dazu auch die Finanzierung des Fernstudiums, welcher wir uns im zweiten Teil widmen werden.

Über den Autor

Alicia
Hier schreibt Alicia (Google+), 32 aus dem schönen Hamburg. Im WS 2010/11 habe ich mein WiWi-Fernstudium an der Fernuni-Hagen begonnen - Und bereits nach 18 Monaten erfolgreich abgebrochen. Die Gründe: Eine voreilige Entscheidung, berufliche Veränderungen und die Einsicht, dass nicht jeder der geborene Fernstudent ist. In meinem Blog berichte ich über persönliche Erfahrungen, Eindrücke, Probleme und Fragen aus meiner Fernstudienzeit, sowie allgemeine Informationen und News rund um das Thema Fernstudium und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Mein Ziel ist es, Studieninteressierte bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, damit das Projekt Fernstudium auch ein nachhaltiger Erfolg wird.

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